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Koffer packen für die ganze Familie – Teil 3: Transport

 

 

Transport

Auch wenn es um den Transport geht, müssen Eltern einiges mehr bedenken und mitschleppen als Singles oder Paare. Sicherheit ist immer wichtig und wenn es um unsere Kleinsten geht umso mehr.

Nicht nur der Transport zur Urlaubsdestination will bedacht und geplant werden, sondern auch die Fortbewegung am Urlaubsort, bei Ausflügen usw. Dabei sind natürlich die individuellen Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu berücksichtigen und auch der Komfort sollte nicht zu kurz kommen.

Ich stelle euch heute vor was wir rund um das Thema „Transport“ alles mitnehmen und warum.

 

Was kommt mit

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1 Kinderautositz (Reboarder)

1 Check Bag für Kindersitz

1 Sandini Sleepfix Kissen

1 Cares Fly Safe Gurt

1 Mobi Seat

1 Tragehilfe (z.B. Mai Tai / Onbu / Full Buckle)

1 Tragetuch (hier Artipoppe Hawaii Summer Nights)

1 Trage Sling (hier Girasol Northern Lights)

 

Kinderautositz (Reboarder)

Wer nicht mit dem Zug zum Flughafen fährt und sich am Urlaubsort ausschließlich mit öffentlichen Transportmitteln fortbewegt, braucht einen Kinderautositz. Im Kinderautositz sitzen die Kleinen sicher und im (hoffentlich nicht eintretenden) Fall eines Unfalls gut geschützt.

Ab der Geburt bis ca. zum ersten Lebensjahr können Babys in einer Babyschale oder Kindersitzen der Gruppe 0 (0-13 kg; 40-85 cm) transportiert werden. Babyschalen sind immer Reboarder, d.h. sie werden entgegen der Fahrtrichtung im Fahrzeug befestigt. Das kann mittels IsoFix Basis erfolgen (sehr bequem aber etwas teurer) oder mit einem normalen 3-Punkt Gurt.

Einige Babyschalen sind auch für den Transport im Flugzeug zugelassen, dann braucht das Baby natürlich einen eigenen Sitz im Flieger.

Das ist übrigens auch die sicherste Variante im Flugzeug: Ein eigener Sitz, entweder mit zugelassenem Kinderautositz / Babyschale oder später mit einem Cares Gurt ist bei Turbulenzen der sicherste Platz für ein Kind. Der Transport auf dem Schoß mit einem sogenannten Loop Belt (Erweiterung des Gurtes) ist nicht sicher. Bei einer unerwarteten Turbulenz kann der Erwachsene wie ein Klappmesser nach vorne gedrückt werden und dabei das Kind verletzen. (siehe dazu die Seite vom TÜV Rheinland). In vielen Ländern sind Loop Belts deshalb mittlerweile verboten (waren sie auch in Deutschland schon, wurden dann aber wieder eingeführt).

Zurück zum Kinderautositz: Wir verwenden für unsere Tochter (20 Monate) einen Reboarder. (Zum Thema „Warum Reboarder?“ empfehle ich diese Seite von den Zwergperten, die uns bei unseren Sitzen umfangreich und kompetent beraten haben.)

Im Alltag haben wir einen Cybex Sirona – der wird mit Isofix eingebaut und ist drehbar, was das Ein- und Aussteigen für Eltern und Kind unglaublich komfortabel macht.

Da wir im Urlaub einen Mietwagen nutzen und deshalb nicht wissen ob wir Isofix haben (zumal in den USA auch ein anderes System verwendet wird), haben wir uns entschieden einen Reise-Reboarder als Zweitsitz anzuschaffen.

Kriterien für die Anschaffung waren:

  • so leicht wie möglich
  • mit 3-Punkt und 2-Punkt Gurt (für z.B. Wohnwagen) einbaubar
  • bis 25 kg nutzbar

Entschieden haben wir uns deshalb für den Britax Römer MaxWay. Der Einbau erfolgt mit Gurten und dauert ca. 5 Minuten.

Für den Transport während des Fluges packen wir ihn in Luftpolsterfolie und zusätzlich in einen Gate Check Bag, damit er unversehrt am Urlaubsort ankommt.

 

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Sandini Kissen

Eltern kennen das: Das Kind schläft am besten im Auto! Dabei fällt aber oft der Kopf auf die Brust. Dies verringert nicht nur die Sauerstoffzufuhr sondern kann im Falle eines Unfalls auch gefährlich werden. Das Sandini Sleep Fix Kissen polstert den Kopf schön ab und verhindert Verletzungen durch den Seitenairbag. Auch super bequem bei Fahrradfahrten im Fahrradsitz oder im Fahrrad-Anhänger.

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Cares Fly Safe

Wenn ein Kind nicht mehr in der Babyschale transportiert wird, und kein anderer Kindersitz vorhanden ist, der für das Flugzeug zugelassen ist, ist es am sichersten das Kind auf einem eigenen Sitz im Flugzeug entsprechend zu sichern. Hierfür eignet sich der Cares Sicherheitsgurt. Cares ist zugelassen für Kinder von 9-20 kg. Der Gurt wird über den Sitz gestreift und mit dem Flugzeuggurt verbunden. Dann wird das Kind wie in einem Kindersitz mit „Hosenträgergurten“ angeschnallt. Das ganze dauert nur 2 Minuten und sorgt für eine sichere Sitzposition.

Da manche Flugbegleiter diesen Gurt nicht kennen, obwohl er vom deutschen Luftfahrt-Bundesamt und vielen internationalen Luftfahrtsicherungen zugelassen ist, ist es empfehlenswert vorbereitet zu sein und die Dokumente von der Cares Webseite ausgedruckt oder gespeichert im Smartphone mitzuführen. Vorab kann man auch telefonisch Kontakt zu seiner Airline aufnehmen und nachfragen oder sich die Verwendung bestätigen lassen.

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Photocredit: Kidsflysafe.com/Cares

 

 

Mobi Seat

Der Mobi Seat ist ein Hochstuhl Ersatz für unterwegs. Man kann ihn auf jeden beliebigen Stuhl schnallen und das Kleinkind hineinsetzten. Es rutscht nicht vom Stuhl und Mama hat auch mal den Schoß und beide Hände frei. Eine Sitzerhöhung bietet der Mobi Seat leider nicht (Booster Sitze für unterwegs gibt es natürlich auch) aber dafür passt er problemlos ins Reisegepäck oder die Handtasche.

Wirklich super für’s Restaurant, die Ferienwohnung und unterwegs.

Photocredit: MobiSeat
Photocredit: MobiSeat

 

Tragetuch / Sling / Tragehilfe

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden einen Kinderwagen mitzuschleppen um Gepäck zu sparen und weil ein Buggy in vielen Situationen eher unpraktisch ist. Unsere Tochter wurde vom Säuglingsalter an in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe getragen: erst vor der Brust, also vorne und später dann auch auf dem Rücken hinten. Sie hatte immer Körperkontakt, konnte sich schnell und ohne großes Schreien bemerkbar machen und war ein sehr ausgeglichenes und zufriedenes Baby.

Auch als Kleinkind tragen wir sie noch gelegentlich wenn sie nicht mehr laufen mag. Dies hat sich vor allem in Flughäfen, Bus & Bahn oder Städten mit vielen Touristen bewärt: Wir müssen keine Aufzüge suchen, uns nirgendwo durch wurschteln und sind so mobil wie möglich. Das Tuch oder die Tragehilfe passt in jede Tasche und ist so immer mit dabei.

Tragehilfen und Tragetücher ermöglichen, wenn sie korrekt angelegt werden, ausserdem eine anatomisch optimale Haltung für das Kind und stärken, bei regelmäßigem Tragen, die Muskulatur des Trägers. Das Kind kann je nach Lust und Laune beobachten oder ein Nickerchen machen und größere Kinder sind schnell aus der Tragehilfe genommen wenn sie wieder laufen wollen.

Wenn wir an einem Tag eine große Strecke zu Fuß zurücklegen und noch viele Sachen mitschleppen (z.B. Disneyland) dann leihen wir uns einen Buggy vor Ort oder kaufen ein günstiges Modell. Mehr darüber hier.

Im Tragetuch

Hier schläft das Töchterchen im Postamt in Carmel wärend ich unsere Postkarten frankiere.

 

 

Disclaimer: Die vorgestellten Artikel sind persönliche Empfehlungen, die uns gefallen, die wir selbst gekauft haben und die wir auf unseren Reisen natürlich auch nutzen. Der Text enthält Affiliate-Links von Amazon und/oder anderen Händlern.

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