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Yosemite National Park

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Ab und zu muss man auch mal raus aus der Stadt – rein ins Grüne. Und trotz der momentanen Dürreperiode die in California immer noch anhält, bekamen wir bei unserem Besuch im Yosemite National Park eine Menge Grün zu sehen.

Wir haben vor 3 Jahren bereits einen halben Tag im Yosemite National Park verbracht. Wir sind damals durchgefahren um auf der anderen Seite vom Tioga Pass am Mono Lake wieder rauszukommen – mussten aber ein paar Stunden im Park bleiben weil ein großes Feuer wütete und der Pass gesperrt war. Ende vom Lied: Wir durften nach der Wartezeit gegen Abend endlich los – wir hatten in Gedanken schon damit abgeschlossen und überlegten eine andere Route zu nehmen und die Nacht durchzufahren – und fuhren durch, immer noch brennende und schwelende, Wälder die von der Feuerwehr unter Kontrolle gehalten wurden. Das war eine sehr eindrückliche und ein bisschen gespenstisch anmutende Fahrt.

Diesmal wollten wir etwas mehr sehen und erleben, hautnah dran sein und auch im Park übernachten.

 

Wo Bären und Berglöwen sich Gute Nacht sagen

Ja, im Yosemite National Park gibt es jede Menge Tiere. Manche sieht man und manche nicht. Manche würde man zwar irgendwie gerne mal sehen aber am besten aus ausreichender Entfernung, denn einem Bär die Tatze schütteln wäre vermutlich nicht so clever.

Damit wilde Tiere auch wild bleiben – und das sollen sie ja auch! – muss man in den National Parks einiges beachten:

  • kein Essen, Trinken oder auch Kosmetikprodukte (Duft) dürfen herumliegen, nach Einbruch der Dunkelheit im Auto liegen o.ä.: Bären können mit ihren scharfen Tatzen ein Auto mit Leichtigkeit aufbrechen und das Dach wie den Deckel einer Sardinenbüchse zurückrollen
  • Beim Camping muss Essen in sogenannten Food-Lockern (Schließfächern für Nahrungsmittel) gesichert werden
  • Müll muss immer sofort in Bärensicheren Mülleimern deponiert werden
  • Fenster und Türen der Unterkunft sind geschlossen zu halten
  • Füttern ist natürlich streng verboten: vom Eichhörnchen bis zum Bären!

 

Dass sich leider viele Touristen nicht daran halten, sieht man an den kleinen frechen Eichhörnchen, die sich rund um den kleinen Supermarkt in Yosemite Valley aufhalten und nur darauf warten dass eine Leckerei für sie abfällt. Ja, das ist im ersten Moment süss und bietet ein tolles Fotomotiv, aber man darf nicht vergessen dass die Tiere so ihre natürliche Scheu vor den Menschen verlieren und im schlimmsten Fall zu einer Gefahr werden. Ein Eichhörnchen dass einem eine Nuss aus der Hand frisst ist noch süß aber ein Bär der an das Sandwich oder Eis will, ist dann schon eine andere Nummer.

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Wer sich an alle Regeln hält, wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine tolle und sichere Zeit im National Park haben – und die hatten wir auch.

 

Zelt, Hotel oder Wohnung

Wer im Yosemite National Park übernachten möchte, hat diverse Optionen: verschiedene Campingplätze laden dazu sein seinen Camper abzustellen oder sein Zelt aufzubauen. Es gibt ein Zelt-Camp mit festen Zelten, Hotels und Lodges. Und es gibt privat vermietete Häuser und Wohnungen. Wir haben uns für letzteres entschieden und wurden nicht enttäuscht.

Camping ist überhaupt nicht unser Ding und wir wollten lieber nicht im Trubel in Yosemite Valley wohnen. Also haben wir uns für eine Wohnung in South Yosemite entschieden, die etwas abseits in einem kleinen Dorf lag. Dort hat man Nachts praktisch keine Lichtverschmutzung und wird mit einem tollen Sternenhimmel belohnt. Ausserdem hatten wir relativ viel Platz, konnten selbst kochen usw.. und (was ausnahmsweise mal toll war) waren für 2 Tage praktisch Internet- und Telefon-frei. Im Yosemite Valley hat man hin und wieder ein bisschen Empfang aber im Großen und Ganzen hat man eine ruhige Zeit.

Unser Haus im National Park

Mitnehmen sollte man auf jeden Fall genug Lebensmittel und Wasser, eine Taschenlampe und was man sonst so braucht – das variiert ja ziemlich, je nachdem ob man campt oder im Hotel schläft. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sollen in jedem Fall im Gepäck sein.

Was gibt es zu sehen

Eine ganze Menge. Eindrückliche Weiten an Wäldern und Wiesen. Riesige Berge und Felsen. Kaskaden an rauschenden Wasserfällen und Haushohe Sequoia Mammut Bäume. Dazu natürliche die Tiere: Eichhörnchen, Buntspechte, Rehe und andere kleinere Tiere bekommt man relativ oft zu Gesicht. Bären und Berglöwen halten sich (zum Glück) etwas versteckt.

Rehe auf dem Parkplatz

Man ist einfach nur tief beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit und Größe der Natur um einen herum.

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Ich will jetzt hier nicht ellenlang aufschreiben was die Sehenswürdigkeiten sind, klickt doch einfach in den Wikipedia Artikel oder noch besser, besucht die Seite vom Yosemite National Park. Da findet ihr alle Infos die man braucht.

Toll finde ich dass es vor allem für Kinder ein schönes Junior-Ranger Programm gibt, mit Nachtwanderungen, Sterne gucken und vieles mehr.

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Die nutzbare Infrastruktur in Yosemite Valley ist ebenfalls klasse: man bekommt alles was man braucht oder vergessen hat und es gibt einen super Shuttle zu den beliebten Punkten im Park.

Was haben wir gemacht

Neben einem Abstecher zu El Capitan und der Swinging Bridge (der Fluss ist leider etwas ausgetrocknet) wollten wir zu den berühmten Wasserfällen: Yosemite Falls ist mit 739 m der höchste Wasserfall in Nordamerika. Leider hatte die Hitze sogar diesen riesigen Wasserfall zum versiegen gebracht, wir konnten uns nur die imposanten Steinformationen ansehen über die sonst das Wasser sprudelt.

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Ein Highlight waren dann aber noch die Sequoia Trees – riesige Mammutbäume gegen die sogar die großen, schlanken Pinien im Wald wie Zwerge aussehen.

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Sequoia Wurzel

Auch hier haben wir unsere Tochter hauptsächlich im Tragetuch getragen wenn sie nicht mehr laufen wollte, und das hat prima geklappt – Kinderwagen würde ich auf den Waldwegen nicht unbedingt empfehlen.

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Falls wir noch mal einen Roadtrip in California machen (sehr wahrscheinlich also) werden wir wieder 2-3 Tage im Yosemite National Park übernachten und die Schönheit der Natur genießen.

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